(Berlin,  03.02. 2017) Am vergangenen Wochenende trafen sich beim zweiten Workshop unseres durch die GIZ geförderten Projekts knapp 20 Mitglieder des VDSH in unseren Räumlichkeiten, um im Projektmanagement fitter zu werden.
Was zunächst als trockenes Sujet erscheint, entpuppte sich durch viele Praxis-Übungen zu einem spannenden Workshop mit Mehrwert. Denn dabei erarbeiteten die Teilnehmer Lösungen für ihre ganz konkreten Herausforderungen in ihren Projekten – sei es bei der Frage von Zuständigkeiten und Verantwortungen im Team oder bei der Formulierung von Kooperationsverträgen mit lokalen Partnern.
Trainer Christian Koch führte durch den zweitägigen Workshop und gab Impulse zu Dokumentationslösungen, Messbarkeit von Indikatoren und anderen Kernthemen des Projektmanagement. Leonie Krüger führte in das Thema Zeitplanung ein.  Weitere zentrale Punkte waren die Projektbuchhaltung und das Controlling. Lilli Kardouh stellte dabei die gängigsten Lösungen in der digitalen und manuellen Projektabrechnung sowie die Erstellung eines Mittelbedarfsplans vor. Eine häufige Herausforderung der Projektabrechnung ist, wie man der Belegpflicht bei Projekten in Krisen- und Kriegsgebieten wie Syrien praktisch nachkommen kann. Auch dafür wurden Best Practices vorgestellt und sich darüber ausgetauscht.
In Übungen konnten die Teilnehmer das Gelernte praktisch für ihre Projekte umsetzen, sodass sie mit maßgeschneiderten Tools für ihr alltägliches Projektmanagement nach Hause gingen.
Trotz des vielen Lernstoffs galt daher bei den Teilnehmern das Motto „Projektbuchhaltung ist kein Hexenwerk“ oder wie es auf Arabisch heißt „keine Alchemie“.

Zum Hintergrund: Der Workshop ist der zweite in einer Reihe von Workshops, die die Mitglieder des VDSH in der Antragstellung, im Projektmanagement, Dokumentation und Abrechnung öffentlich geförderter Projekte der Entwicklungszusammenarbeit fit machen sollen. Das Projekt „Kapazitätsaufbau für zivilgesellschaftliche Akteure der Syrienhilfe“ wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert und läuft noch bis Mitte 2017.