GIZ-Veranstaltung: VDSH-Mitglieder stellen ihre Arbeit vor

(Berlin) Bei der Veranstaltung „Kleine Vereine – Große Wirkung: Die Rolle der syrischen Diaspora bei der Hilfe in Syrien“ stellte der Verband Deutsch-Syrischer Hilfsvereine e.V. (VDSH) die Arbeit seiner Mitglieder vor und präsentierte seinen „Leitfaden für die praktische Syrienhilfe“.

Zu der Veranstaltung, zu der die Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) am 15.07.2016  in seine Berliner Repräsentanz geladen hatte, kamen rund fünfzig Gäste – zumeist Vertreter von Ministerien und großen deutschen Hilfsorganisationen.

Bei der Veranstaltung wurden die Möglichkeiten und Herausforderungen des wohltätigen Engagements in Syrien beleuchtet. Dabei zeigte sich, dass die deutsch-syrischen Vereine bisher wenig Aufmerksamkeit durch die Öffentlichkeit oder großen humanitären Akteuren erfahren hatten. Und das, obwohl sie – anders als die überwiegende Zahl internationaler Organisationen – in den nicht-staatlich  kontrollierten Gebieten Syriens mit lokalen Partnern tätig sind. Dort, wo die staatlichen Strukturen zusammengebrochen sind, ist der Bedarf an Hilfe am Größten. Trotz mehreren UN-Resolutionen, die diese Cross-Border-Missionen erlauben, sind dort aber nur vereinzelt internationale oder deutsche Nothilfeorganisationen aktiv.

Denn oft fehlt es an Partnern. Dies könnte sich nach diesem Zusammentreffen nun ändern. Die Vereine der Deutsch-Syrer verfügen, wie sich in der Veranstaltung zeigte, über dringend benötigte Kontakte nach Syrien und die notwendigen Orts- und Sprachkenntnisse. Gleichwohl benötigen sie als relativ junge Akteure, die die Arbeit seit fünf Jahren überwiegend ehrenamtlich stemmen, Unterstützung und Beratung für die kommenden Schritte hin zur hauptamtlichen Arbeit. Dabei will der Ende 2013 gegründete Dachverband seine Mitglieder in Kooperation mit GIZ und BMZ künftig stärker unterstützen.

Hintergrund der Veranstaltung war die Veröffentlichung des Handbuchs „Best Practices -Leitfaden zur praktischen Syrienarbeit“ des VDSH. Der Leitfaden umfasst Ratschläge und bewährte Vorgehensweisen der Vereine rund um humanitäre Einsätze und längerfristige Projekte in den Bereichen Bildung, medizinische Versorgung sowie Familienhilfe für Witwen und Waisen in der Region.

Der Leitfaden ist in Kooperation mit der GIZ und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) entstanden.
Er kann kostenlos hier heruntergeladen oder beim Verband als Postversand angefordert werden (solange der Vorrat reicht).

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