Aus unseren Vereinen: DSV startet Workshopreihe zur psychosozialen Beratung von Geflüchteten

Der Deutsch-Syrische Verein zur Förderung der Freiheiten und Menschenrechte e.V. (DSV) startet am 18. März eine Veranstaltungsreihe für Fachpersonal der psychosozialen Beratungsarbeit im Fluchtkontext.
In insgesamt zehn Veranstaltungen richtet sich der DSV an Geflüchtete in Darmstadt und an Fachpersonal der psychosozialen Arbeit.

GIZ-Veranstaltung: VDSH-Mitglieder stellen ihre Arbeit vor

(Berlin) Bei der Veranstaltung „Kleine Vereine – Große Wirkung: Die Rolle der syrischen Diaspora bei der Hilfe in Syrien“ stellte der Verband Deutsch-Syrischer Hilfsvereine e.V. (VDSH) die Arbeit seiner Mitglieder vor und präsentierte seinen „Leitfaden für die praktische Syrienhilfe“.

Zu der Veranstaltung, zu der die Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) am 15.07.2016  in seine Berliner Repräsentanz geladen hatte, kamen rund fünfzig Gäste – zumeist Vertreter von Ministerien und großen deutschen Hilfsorganisationen.

Bei der Veranstaltung wurden die Möglichkeiten und Herausforderungen des wohltätigen Engagements in Syrien beleuchtet. Dabei zeigte sich, dass die deutsch-syrischen Vereine bisher wenig Aufmerksamkeit durch die Öffentlichkeit oder großen humanitären Akteuren erfahren hatten. Und das, obwohl sie – anders als die überwiegende Zahl internationaler Organisationen – in den nicht-staatlich  kontrollierten Gebieten Syriens mit lokalen Partnern tätig sind. Dort, wo die staatlichen Strukturen zusammengebrochen sind, ist der Bedarf an Hilfe am Größten. Trotz mehreren UN-Resolutionen, die diese Cross-Border-Missionen erlauben, sind dort aber nur vereinzelt internationale oder deutsche Nothilfeorganisationen aktiv.

Denn oft fehlt es an Partnern. Dies könnte sich nach diesem Zusammentreffen nun ändern. Die Vereine der Deutsch-Syrer verfügen, wie sich in der Veranstaltung zeigte, über dringend benötigte Kontakte nach Syrien und die notwendigen Orts- und Sprachkenntnisse. Gleichwohl benötigen sie als relativ junge Akteure, die die Arbeit seit fünf Jahren überwiegend ehrenamtlich stemmen, Unterstützung und Beratung für die kommenden Schritte hin zur hauptamtlichen Arbeit. Dabei will der Ende 2013 gegründete Dachverband seine Mitglieder in Kooperation mit GIZ und BMZ künftig stärker unterstützen.

Hintergrund der Veranstaltung war die Veröffentlichung des Handbuchs „Best Practices -Leitfaden zur praktischen Syrienarbeit“ des VDSH. Der Leitfaden umfasst Ratschläge und bewährte Vorgehensweisen der Vereine rund um humanitäre Einsätze und längerfristige Projekte in den Bereichen Bildung, medizinische Versorgung sowie Familienhilfe für Witwen und Waisen in der Region.

Der Leitfaden ist in Kooperation mit der GIZ und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) entstanden.
Er kann kostenlos hier heruntergeladen oder beim Verband als Postversand angefordert werden (solange der Vorrat reicht).

Pressemitteilung: Gezielte Angriffe auf Kliniken stoppen

(Berlin, 04.05. 2016) Die verheerenden Luftangriffe auf Zivilisten und medizinische Einrichtungen, die seit einigen Tagen verstärkt Aleppo treffen, verurteilen wir vom Verband Deutsch-Syrischer Hilfsverein e.V. aufs Schärfste. Diese Taten sind Kriegsverbrechen, die sofort gestoppt werden müssen. Die medizinische Nothilfe steht durch die Genfer Konvention in Kriegszeiten unter besonderem Schutz. Dass nun neuerlich verstärkt Luftangriffe von Seiten der syrischen Regierung und seiner russischen Verbündeter gezielt gegen medizinische Einrichtungen geführt werden, kann und darf die Weltgemeinschaft nicht hinnehmen. Für uns und unsere Ärzte und Pfleger_innen vor Ort ist dies ein Todesurteil.

Bei einem Luftangriff auf das Aleppiner Al-Quds-Krankenhaus am 27.04.2016 wurden mindestens 25 Patienten und 5 Mitarbeiter getötet, darunter auch der letzte verbliebene Kinderarzt der Stadt. Das Medizinzentrum wird seit zwei Jahren durch Islamic Relief und unser Mitglied, dem Deutsch-Syrischen Verein zur Förderung der Freiheiten und Menschenrechte e.V., mit Geldern des Auswärtigen Amts unterstützt. Das Krankenhaus, das nun größtenteils zerstört ist, zählte zu den größten noch verbliebenen Kliniken Aleppos und behandelte rund 5000 Patienten monatlich.

Was wir fordern, ist die Durchsetzung der geltenden Regeln der Genfer Konvention, insbesondere den Schutz der Zivilbevölkerung sowie des medizinischen Personals und Einrichtungen. Wir fordern einen sofortigen Stopp der Luftangriffe sowie die Schaffung von Flugverbotszonen und humanitären Korridoren.

 

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Verband Deutsch-Syrischer Hilfsvereine e.V. (VDSH), Chausseestr. 101, 10115 Berlin, Tel: 030/28873170, info@verband-dsh.de, Facebook: https://www.facebook.com/VDSH.e.V/, Webauftritt: verband-dsh.de

 

Der VDSH e.V. vertritt rund zwei Dutzend Hilfsorganisationen von Deutsch-Syrern in ganz Deutschland, die humanitäre Hilfe und Aufbauarbeit in Syrien und den Nachbarstaaten leisten.

 

Aleppo Hilfslieferung

Aleppo-Hilfslieferung eingetroffen

Aleppo (03.03.2016) Buchstäblich in letzter Sekunde erreichte unsere letzte Lebensmittellieferung ihr Ziel Aleppo, bevor die Zufahrtsstraße durch Kämpfe erst einmal zu war. Nun lagern Lebensmittel im Wert von 64.500 € in Aleppo, um im Falle einer Belagerung die Not der Menschen zu lindern. Die gemeinsame Aktion des Dachverbands mit sechs seiner Vereine wurde zwei Wochen zuvor ins Leben gerufen. Auf Initiative der Orienthelfer e.V. hin und ihrer großzügigen Spende, schlossen sich die Vereine Syrian Humanitary Forum e.V., Barada Syrienhilfe e.V., Deutsch-Syrisches Forum e.V., Deutsch-Syrische Ärzte für humanitäre Hilfe e.V. und die Freie Deutsch-Syrische Gesellschaft e.V. spontan zu einer Aleppo-Nothilfe-Aktion zusammen. Mit weiteren Spenden der Vereine und tatkräftiger Hilfe und Logistik des Syrian Humanitary Forum und seiner lokalen Helfer konnten die Lebensmittel nach Aleppo gebracht und eingelagert werden.